Krisenberatung

Das Feld der klassischen Krisenintervention umfasst die akute Beratungsarbeit mit Eltern und Babys. Die Fragen, mit denen die Eltern kommen, umfassen hier die bekannten Zeichen früher Regulations-, Interaktions- und Bindungsstörungen.
Neben der häufigsten Ursache, der Hilflosigkeit der Eltern in der Begleitung von besonders unruhigen und exzessiv schreienden Säuglingen, geht es oftmals um Fragen der Eltern, bezogen auf Schlaf- und Fütterungsprobleme ihrer Kinder im Alter von 0 bis 2 Jahren.

Die Krisenberatungen umfassen in der Regel zwischen einer und zehn Sitzungen. Die Dauer der Sitzungen beträgt ca. 60 bis 90 min. Im Rahmen der Krisenberatung wird generell nur mit Säuglingen und Kleinkindern gearbeitet, bei denen keine organischen Erkrankungen vorliegen. Im Zweifelsfall ist eine Zusammenarbeit mit Kinderärzten und / oder Kliniken unabdingbar. Ähnliches gilt auch bei dem Verdacht von schweren psychischen Erkrankungen der Eltern, wie postpartalen Depressionen oder Psychosen der Mütter. Es gilt immer das Prinzip: "Sicherheit zuerst" !

Im Rahmen der Krisenintervention kann noch auf vorhandene Ressourcen bei Eltern und Kind zurückgegriffen werden. Obwohl diese Regulationsstörungen in der früher Säuglingszeit eine erschütternde Dramatik aufweisen können, so ist bei gezielten Interventionen eine schnelle Erleichterung und Auflösung der Situation erreichbar.

Bei Schreibaby-Problematiken ist der Fortgang in hohem Maße davon abhängig, wie ausgeprägt die belastenden Vorerfahrungen der Eltern sind, ob unverarbeitete Traumareaktionen durch das Schreien des Babys aktiviert wurden und wie tragfähig das Netzwerk der sozialen Ressourcen im Familiensystem ist.

Ist die Resonanz- und Empathiefähigkeit der Eltern gut entwickelt, kann schon mit 2 - 6 Sitzungen eine enorme Verbesserung der Problemstellungen erreicht werden. Die Dauer der Intervention ist somit abhängig von dem Ausmaß der primären Bindungsfähigkeit der Eltern, dem Ausmaß der Regulationsstörung des Kindes und dem unabhängig davon vorhandenen Temperament des Kindes.

(Quelle: EEH-Netzwerk & Zepp Bremen)



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